Rucola wird vor allem in Italien, Frankreich und Südamerika angebaut und ist als Importware das ganze Jahr über erhältlich. Der würzige, leicht nussige Salat wächst jedoch auch in Deutschland. Von Mitte Mai bis Oktober wird er aus dem heimischen Freiland-Anbau, meist in gebündelter Form angeboten.
Rucola ist schon seit dem griechisch-römischen Altertum bekannt. Bereits die Römer aßen diese damals als Potenzmittel geltende Nutzpflanze. Beim Rucola werden im Wesentlichen zwei Arten unterschieden. Der großblättrige Rucola, auch als Salat- oder Ölrauke bekannt, wird nicht nur als Salat, sondern auch zur Gewinnung von Öl aus den Samen angebaut. Der hohe Gehalt an Senfölen und der kresseartige, leicht nussig-würzige Geschmack sind charakteristisch für den „klassischen“ Rucola. Der weit überwiegende Teil der im deutschsprachigen Raum angebotenen Blattware für Salate stammt vom „feinblättrigen Rucola“. Anders als sein großer Bruder hat dieser kleinere Blätter und einen deutlich intensiveren Geschmack. In Deutschland werden vorzugsweise die jungen Blätter als Salat verwendet. Ältere Blätter sollten aufgrund ihres scharfen Geschmacks nur als Würzmittel verwendet werden. Rucola findet aber auch zahlreiche andere Verwendungsarten, z.B. in Nudelgerichten, Suppen, Risotto oder Pesto. Trotz seines gesunden Rufes empfiehlt es sich, Rucola - ähnlich wie bei Blattsalaten oder Spinat - nicht regelmäßig in größeren Mengen zu verzehren. Unter bestimmten Umständen, beispielsweise bei falscher Düngung, kann dieser Nitrate speichern. Diese sind für den erwachsenen Menschen zwar nicht schädlich, können aber z.B. bei Kleinkindern Auswirkungen auf den Sauerstofftransport im Blut haben.
Rucola eignet sich wunderbar für die Zubereitung von Pesto, Kräuterbutter oder mit Frischkäse vermengt als schmackhafte Füllung für Teigtaschen. Ebenso ist der würzige Rucola ein raffinierter Pizzabelag. Einfach die frischen Blätter nach dem Backen auf der heißen Pizza verteilen und sofort servieren.






































