Salbei ist in der italienischen Küche sehr beliebt. Sein einzigartiges zart-bitteres Aroma verleiht vielen mediterranen Köstlichkeiten die besondere Note. Er ist im Mittelmeerraum bereits seit dem Altertum bekannt und wurde im Mittelalter von Mönchen über die Alpen auch zu uns gebracht.
Salbei genießt den Ruf als immergrünes Küchenkraut und ist weithin als Heilpflanze bekannt, das dank des hohen Anteils an ätherischen Ölen bakterien- und entzündungshemmend wirkt. So findet auch der Name Salbei seinen Ursprung im lateinischen Wort salvare, das übersetzt heilen bedeutet.Während der Pestepidemie im Jahr 1630 verwendeten Grabplünderer in Essig eingelegten Salbei als Schutz vor Ansteckungen. Er gehörte außerdem zu den frühen Heilmitteln, die Schwangeren verabreicht wurden. Zum Beispiel empfahl die berühmte Londoner Hebamme Mrs. Jane Sharp in ihrem 1671 erschienen Geburtshandbuch "The Midwives Book", dass Schwangere jeden Morgen ihren Körper mit Salbei stärken sollten. Generell schätzten Ärzte und Heilkundige Salbei aufgrund seiner desinfizierenden und konservierenden Wirkung. Noch heute werden die Wirkstoffe des Salbeis besonders in Tees oder Bonbons zur Linderung von Halsschmerzen eingesetzt. Nicht alle Salbeiarten eignen sich neben der Verwendung in der Küche auch als Heilpflanze. Der in Deutschland wachsende Wiesen-Salbei wird wegen seines recht niedrigen Gehalts an ätherischen Ölen nur als Würzkraut genutzt. Vor allem zu Fleisch-, Wild-, Geflügel- und Fischgerichten eignet er sich bestens. Frischer Salbei riecht besonders aromatisch und schmeckt würzig und bitter zugleich. Ob unsere leckeren „Schweinefilets mit Knoblauch und Salbei“ oder der italienische
Klassiker „Saltimbocca“, erst durch Salbei erhalten diese Gerichte ihren einzigartigen Geschmack.
Der „echte Salbei“, wie er auch genannt wird, kann sowohl frisch als auch getrocknet verarbeitet werden.
Vor allem für die Zubereitung von schweren, fetthaltigen Speisen ist er ideal, da er die Bekömmlichkeit und Verdauung fördert.
Man sollte ihn so oft wie möglich alleine verwenden, da er andere Gewürze unterdrückt.






































