Er ist mild im Geschmack und würzig im Duft – der Prosciutto di Parma, wie der Parmaschinken in Italien genannt wird. Die luftgetrocknete Schinkenspezialität erfreut sich auch in Deutschland einer immer größeren Beliebtheit. Seit 1996 ist das Herstellungsverfahren des echten unverwechselbaren Parmaschinkens von der Europäischen Union geschützt.
Zur Herstellung eines Parmaschinkens werden vier Dinge benötigt: eine frische Schweinekeule, Meersalz, die klimatischen Gegebenheiten der Region rund um Parma und eine ausgiebige Reifezeit. Das Besondere des Parmaschinkens liegt bereits in der Auswahl der Schweine.Die Schweine dürfen nur aus bestimmten Regionen Nord- und Mittelitaliens stammen. Die Keulen werden in lizenzierten bäuerlichen Betrieben rund um die Stadt Parma zu Schinken verarbeitet. Zu diesen Gebieten gehören unter anderem die Lombardei, Piemont, Umbrien und die Toskana. Zunächst werden die zukünftigen Schinken vom so genannten Salzmeister per Hand leicht mit Meersalz eingerieben. Anschließend müssen sie 100 Tage in einem Kühlraum liegen, bis sie die richtige Menge Salz aufgenommen haben. Dabei verlieren sie allmählich an Gewicht und Feuchtigkeit. Hiernach folgt das Abwaschen und erst jetzt beginnt - in speziellen Reifehallen - der eigentliche Reifeprozess. Nach ca. 12 - 15 Monaten ist der Parmaschinken reif und erhält durch Inspektoren des unabhängigen Instituto Parma Qualità sein Markenzeichen, die 5-zackige Krone der Herzöge von Parma, die die Schwarte der Keule markiert.
Im Vergleich zu anderen Schinken ist der Salzgehalt des Parmaschinkens gering. So entsteht sein typisch mildes und unverwechselbares Aroma, das sich hauchdünn geschnitten am besten entfaltet. Auf frisch gebackener Pizza, zu gesunden Salaten oder als klassische Vorspeise zu einem Stück Melone ist der italienische Schinkenklassiker eine echte Gaumenfreude.
Das Markenzeichen des Parmaschinkens, die 5-zackige Krone, muss auch auf der Verpackung geschnittener Ware im Kühlregal abgebildet sein.






































