Die Pizza gehört neben den Pastagerichten zu den beliebtesten Speisen der italienischen Küche. Ein Teig aus Mehl, Wasser, Hefe und Olivenöl bestrichen mit Tomaten Sauce oder belegt mit frischen Tomaten bildet die Basis. Nach Lust und Laune kann dieser mit allerlei Zutaten wie Oliven, Gemüse, Schinken, Salami und Meeresfrüchten belegt werden.
Als im 18. Jahrhundert die Tomate in Süditalien ihren Weg in die Kochtöpfe fand und nach und nach immer beliebter wurde, schlug auch die Geburtsstunde der Pizza. Sicher hatte Sie am Anfang noch nicht so viel Ähnlichkeit mit dem runden, belegten Teig, wie wir ihn heute kennen. Aber die Tomate spielte schon damals eine entscheidende Rolle. Der Pizzateig wurde mit Scheiben des roten Gemüses, Oregano und Basilikum belegt. Ein paar Tropfen Olivenöl darüber und fertig war die Pizza. Zunächst bereitete man die Pizza in der heimischen Küche vor und ließ sie dann vom Bäcker bei 300 - 400°C in wenigen Minuten backen.Später entstand der Beruf des Pizzaiolo, des Pizzamachers. Die Pizzaiolo bereiteten die Pizzen zu, backten sie und lieferten sie an ihre Kunden. 1830 eröffnete die erste, noch heute existierende Pizzeria in Neapel „Port’ Alba“. Bis heute sind die Neapolitaner stolz auf „ihre“ Pizza und nehmen die Produktion nicht auf die leichte Schulter. So ist die Herstellung einer verace pizza napoletana artigianale , einer echten handgemachten neapolitanischen Pizza, als specialità tradizionale garantita, garantiert traditionelle Spezialität, in der italienischen Norm UNI 10791:98 festgeschrieben.
Ein Pizzaiolo erlangte Berühmtheit: Raffaele Esposita erhielt im Jahr 1889 den Auftrag König Umberto und seine Frau Margherita mit Pizza zu beliefern. Ganz Patriot belegte er den Teig in den italienischen Nationalfarben Grün wie Basilikum, Weiß wie Mozzarella und Rot wie Tomate. Da die Pizza den Zuspruch der Königin erhielt, war sie fortan und bis heute als „Pizza Margherita“ bekannt. Ganz nebenbei kam so auch der Käse das erste Mal zum Einsatz. Im 19. Jahrhundert nahmen Auswanderer die beliebte Speise mit nach Amerika und nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie auch in Europa populär. In Würzburg eröffnete 1952 die erste Pizzeria Deutschlands „Sabbie di Capri“.
Bei der Herstellung des Pizza-Teiges empfiehlt es sich das übliche Haushaltsmehl vom Typ 405 mit grobem ausgemahlenem Mehl vom Typ 550 oder 1050 zu mischen. Dabei sollte das feine mit dem gröberen Mehl im Verhältnis 1:1 gemischt werden. Das macht den Teig schmackhafter. Ein Prise Zucker hilft den Hefepilzen bei ihrer Arbeit - so dass man weniger Hefe braucht.






































