Kaum ein Gemüse besitzt weltweit eine so große Sortenvielfalt wie der Kürbis. Dabei ist er botanisch gesehen gar kein Gemüse, sondern eine Beere. Ob bekannte Kürbissorten wie der Speisekürbis oder eher unbekanntere Sorten wie die Bischofsmütze, sie zeichnen sich vor allem durch den feinen Geschmack und die vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten aus.
Das Heimatland der Kürbisse ist das tropische Mittel- und Südamerika. Aufgrund archäologischer Funde gehen Wissenschaftler davon aus, dass der Kürbis zu den ältesten Kultur- und Nahrungspflanzen Amerikas gehört. Man nimmt an, dass sie bereits zwischen 5.000 und 3.000 vor Christus von den indianischen Ureinwohnern angebaut wurden. Vor der Entdeckung Amerikas war in Europa nur der so genannte Flaschenkürbis bekannt, welcher in gehärteter Form hauptsächlich als Haushaltsgegenstand, zum Beispiel als Löffel oder Schüssel, genutzt wurde. Dank Züchtungen in vielen Ländern der Welt, sind heute über 800 Sorten bekannt. Als besonders vielfältig erweist sich der Kürbis in der Zubereitung. Ob als Kürbissuppe, Kürbisschnitzel oder Salat, der Rezeptreichtum ist schier unbegrenzt. Neben den klassischen Speisekürbissen, so genannten Winterkürbissen, die jetzt überall auf den Märkten zu finden sind, gibt es auch die Sommerkürbisse. Zu ihnen gehört unter anderem die Zucchini. Sie zeichnet sich vor allem durch schnelles Wachstum, eine weiche Schale und einen weichen Kern aus und wird im unreifen Zustand geerntet. Bei der Zubereitung von Kürbissen findet nicht nur das schmackhafte Fruchtfleisch Verwendung, auch die Kerne sind sehr beliebt. Besonders im Mittelmeerraum werden sie geröstet und gesalzen als Snack gereicht. Zudem wird aus den Kürbiskernen, die mehr als 50% Öl enthalten, ein aromatisches Speiseöl gepresst und in der Medizin werden die Wirkstoffe bestimmter Sorten als effizientes Mittel gegen Prostatakrebs und Blasenfunktionsstörungen verwendet.
Sollten Sie eigene Kürbisse pflanzen, achten Sie darauf, dass Sie keine Kürbiskerne aus eigener Zucht im nächsten Jahr zur Neuaussaat verwenden. Kürbisse kreuzen sich miteinander, so das selten wieder die selben Sorten entstehen. Dies geht bei Speisekürbissen oft zu Lasten der Qualität.






































