Pastatricks: Wie macht man Lasagne?

Einige von euch werden sich vielleicht fragen, warum man Pasta selber zubereiten sollte, so sind doch qualitativ hochwertige Nudelsorten auch in vielen Supermärkten erhältlich. Das stimmt auch. Spaghetti, Tagliatelle, Rigatoni, Pici – all dies sind Nudelsorten, die ich immer bei der Fattoria La Vialla bestelle, denn die ist einfach köstlich. Bei gefüllter Pasta sieht das Ganze jedoch vollkommen anders aus. Habt ihr euch schon einmal die Füllung der Tortellini, wie sie in den meisten Läden zu finden sind, näher angeschaut?

Genau, zwischen frischer und gekaufter gefüllter Pasta liegt ein himmelweiter Unterschied. Ihr könnt den Teig so dünn auswalzen, wie ihr wollt und Geschmack, Konsistenz und Zutaten der Füllung selbst bestimmen. Auch die im Handel erhältlichen Lasagne-Platten gefallen mir nicht – die sind mir ebenfalls zu rustikal und dick. Dabei ist das Selbermachen wirklich überhaupt nicht schwer.

Das Rezept (für 2 Personen):

– 200 g Mehl
– 2 Eier
– 2 EL Olivenöl
– Salz

 

Vermischt alle Zutaten in einer großen Schüssel. Verknetet die Zutaten zu einem geschmeidigen Teig und wickelt ihn in Klarsichtfolie. Der Teig sollte nun mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen.

Knetet den Teig noch einmal kräftig durch. Schneidet euch immer nur das Stück vom Teig ab, das ihr braucht, und legt den Rest zurück in den Kühlschrank. Befestigt die Pastamaschine an einer größeren Arbeitsfläche. In der Regel müsst ihr immer zunächst Pastaplatten herstellen und diese könnt ihr dann z.B. durch einen anderen Aufsatz durchziehen. Walzt den Teig zunächst auf Stufe 0 aus. Arbeitet euch Stufe für Stufe voran. Wenn ihr merkt, dass der Teig zu sehr klebt, dann bestreut ihn mit ein wenig Hartweizengrieß. Beim Walzen ist ein wenig Geschick gefragt. Am Anfang hat man das Gefühl, man braucht eigentlich 4 Hände – Stichwort: Dirt Dancing – mit ein bisschen Übung reichen jedoch auch zwei . Die Nudelsorten werden unterschiedlich dünn ausgewellt. Bei gefüllter Pasta ist es grundsätzlich am besten, wenn der Teig so dünn wie möglich ist, damit die zarte Füllung geschmacklich nicht überdeckt wird.

Legt die fertigen Nudelplatten auf eine mit Hartweizengrieß bestreute Fläche oder auf mit Hartweizengrieß bestreute frische Küchenhandtücher.

Pastaplatten mit Thymian: Hierfür einfach Blätter von Thymianzweigen abzupfen und auf die eine Hälfte einer Teigplatte streuen. Platte zusammenklappen, festdrücken und erneut durch die Pastamaschine ziehen.

Nun könnt ihr den Teig für die Lasagneplatten zurechtschneiden und sie in eure Lasgneform legen, ohne dass diese vorgegart werden müssen.

Wenn ihr jedoch Ravioli herstellen wollt, dann könnt ihr in regelmäßigen Abständen etwa 1 TL eurer Füllung auf eine Teigplatte geben. Zweite Teigbahn darüber klappen, leicht festdrücken und mit einem Ausstecher vorsichtig zu Ravioli ausstechen.

Wie ihr seht, ist das Ganze wirklich kein Hexenwerk. Traut euch, probiert es aus und ihr werdet begeistert sein!

 

Verena Becker