Schnell, einfach, frisch

Pesto!

Pesto bezeichnet eine ungekochte Sauce, die aus der Region Ligurien stammt. Den Namen bekam die Sauce von dem italienischen Wort pestare, was so viel heißt wie „zerstampfen“. Zum ersten Mal wurde das Rezept des Pestos 1863 dokumentiert. Giovanni Battista Ratto nannte die klassischen Zutaten und beschrieb, dass sie in einem Mörser zerstampft werden, bis sie eine Paste ergeben. Um sie zu verflüssigen, empfiehlt er, heißes Wasser ohne Salz hinzuzufügen.

Zubereitung mit einem Mörser

Zutaten für ein Pesto sind Basilikum (2 Bündel), Knoblauch (etwa 1 Zehe), Pinienkerne (30g), Parmesan (50g), Pecorino (italienischer Schafskäse, 20g), Olivenöl und Salz. Der Parmesan und der Schafskäse werden gerieben und mit allen Zutaten vermischt. Nach der klassischen Art der Zubereitung werden die Zutaten in einem Mörser zerstampft. Sie können auch mit einem Mixer vermischt und zerkleinert werden, jedoch wird dadurch die Sauce heiß und das Basilikum kann sein Aroma nicht vollständig entfalten. Durch Drücken des Mörsers auf die Basilikumblätter und das Drehen des Handgelenks werden die Blätter aufgerieben und der Geschmack des Basilikums kann sich noch intensiver entfalten. So verleiht er dem Pesto sein typisches Aroma.

Ein variierbares Gericht für Jedermann/-frau

Das Pesto lässt sich wunderbar variieren. Dazu gibt es zahlreiche moderne und auch klassische Rezepte. Das traditionelle Pesto besteht aus Basilikum, Pinienkernen, Knoblauch, Käse (Parmesan und Pecorino) sowie Olivenöl und wird als Pesto alla genovese bezeichnet. Nach sizilianischer Art kann das Pesto auch mit Mandeln statt Pinienkernen und Tomaten statt Basilikum zubereitet werden. Bei dieser Variation handelt es sich um das bekannte Pesto Rosso. So bekommt es ein ganz anderes Aroma und einen neuen Geschmack. Je nach Belieben kann das Pesto mit verschiedenen Gewürzen verfeinert und der Geschmack verändert werden. Durch das Mörsern entfalten sich die Aromen der Gewürze sehr stark. Es gibt auch Pestos, die vom traditionellen Rezept gänzlich abweichen. Beispielsweise mit Rucola, Bärlauch oder Pilzen. Jeder sollte es selbst ausprobieren und seiner Kreativität freien Lauf lassen, so gibt es auch scharfe oder süße Varianten der beliebten Sauce. Die schnelle Zubereitung, die Kombinierbarkeit und die abwechslungsreichen Formen machen das Pesto auf der ganzen Welt so beliebt. Es passt perfekt zu zahlreichen Arten von Nudeln, wie Spaghetti, Penne oder Tagliatelle. Allerdings ist es auch sehr gut zu Brot, besonders auf geröstetem Weißbrot, als Snack zwischendurch oder als Vorspeise zu essen. Die Sauce hat den Vorteil, dass sie auch lange nach der Zubereitung noch genießbar ist und frisch bleibt – ein variierbares Gericht für Jedermann/-frau, dem keiner widerstehen kann!