Wohin mit dem restlichen Weihnachtspanettone?

Die Feiertage sind nun endgültig vorbei und wie für so viele Italiener stellt sich auch bei mir alljährlich die Frage: „Was mache ich mit dem übrig gebliebenen Panettone?“.

Der traditionelle Weihnachtskuchen gehört zwar – wie auch der Pandoro – zum Fest dazu. Oft kriegt man aber so viele geschenkt, dass man sie angesichts des kulinarischen Marathons während der Feiertage kaum alle essen kann. Irgendwann möchte man auch nicht mehr jeden Morgen eine Panettonescheibe in Milchkaffee tunken. So macht man sich, wie jedes Jahr, auf die Suche nach Ideen, was man sonst noch daraus zaubern kann.

Auf Dauer kann Panettone eine ganz schön trockene Angelegenheit werden, deswegen bevorzuge ich saftige und cremige Rezepte. So kann man zum Beispiel statt Löffelbiskuits Panettonescheiben für ein köstliches Tiramisu verwenden. Oder sie in eine Mischung aus Milch, Eiern, Zucker und Vanille tunken und in Fett wie Arme Ritter ausbacken.

Panettonebrösel mit flüssiger Schokolade vermischt und mit Rum oder Gewürzen aromatisiert kann man sogar zu schmackhaften Pralinen formen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die herzhaften Rezepte, die mittlerweile kursieren, erspare ich euch – ich bleibe lieber bei den süßen Varianten!

Oft bereite ich eine leckere Creme vor, die ich meist mit Gewürzen wie Vanille oder Tonkabohnen oder auch Orangenabrieb verfeinere. In einem Glas schichte ich dünne Panettonescheiben und die Creme. Wenn auch noch etwas Torrone übrig geblieben ist, kann man ihn grob hacken und unter die Creme mischen oder über das Dessert verteilen.

 

Alexandra Panella